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Seit Anfang des Jahres ist Matthias Berninger als neuer Cheflobbyist beim Chemie-Konzern Bayer tätig. Er leitet die Abteilung "Public and Governmental Affairs". Dienstsitz ist Washington. Mit 23 Jahren zog Berninger als damals jüngster Abgeordneter aller Zeiten für die Grünen in den Bundestag ein, wo er 13 Jahre blieb. 2001 wurde er Staatssekretär unter der Bayer- und Glyphosat-Kritikerin Renate Künast im Ministerium für Verbraucherschutz und Landwirtschaft. Mit dem Ende der SPD/Grünen-Regierung Ende 2005 verzichtete er auf sein Mandat. Passend zu „Verbraucherschutz und Landwirtschaft“ war Berninger dann 10 Jahre lang für Mars Incorporated in den USA tätig, um als "Director Corporate Health and Nutrition" den Ruf des Unternehmens für Schokoriegel, Lebensmittel, Getränke und Pflanzenpflegeprodukte in Europa zu verbessern.

In seinem neuen Job besteht seine Hauptaufgabe darin, für das gefährliche Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu werben, es als notwendig und harmlos zu verkaufen und direkt an den Bayer-Vorstandsvorsitzenden zu berichten. Mit der Saatgut- und Glyphosat-Politik von Bayer/Monsanto macht der Konzern Milliarden Profite, ruiniert weltweit Millionen Kleinbauern und gefährdet Umwelt und Gesundheit. Demagogisch und fast wortgleich wie sein Vorstandsvorsitzender posaunt Berninger heraus: "Wie die Welt innerhalb ihrer planetaren Grenzen im Jahre 2050 fast zehn Milliarden Menschen ernähren kann, ist eine Frage, die mir Sorgen bereitet ... In meiner neuen Rolle hoffe ich, einen bescheidenen Beitrag leisten zu können, diese Herausforderung anzugehen.“ 

Wer mehr über die Politik der Grünen als Monopolpartei und über Bayer erfahren will, dem sei das Buch von Stefan Engel empfohlen: „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und  Natur?"