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Kategorie: Widerstand gegen die Klimakatastrophe
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Campact Logo

In der Umweltbewegung sind unter der Jugend weit verbreitet antikapitalistische Forderungen. Darin kommt auch zum Ausdruck, dass die Argumente und Losungen von MLPD und REBELL, dass der Umweltkampf ein gesellschaftsverändernder sein muss, in der Jugendumweltbewegung Einfluss nehmen. Die bekanntesten, die man praktisch auf jeder Demo sieht und hört: "System Change – Not Climate Change", „One Solution – Revolution“, A – Anti – Antikapitalista“... Aber alle diese und weitere Forderungen hat die Zentrale von Fridays for Future niemals in ihre auf der Homepage und anderswo verbreiteten Forderungskatalogen aufgenommen.

Wer ist die Zentrale von FFF?

Campact ist eine Kampagnen-Organisation, deren heute 77 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2019: 64) von „Spenden“ leben. Gegründet wurde Campact von zwei Attac-Chefs. Sie versuchen, jede Protestbewegung in der BRD in den Griff zu kriegen, zuerst mit Know-how (wie mache ich eine Unterschriftensammlung, eine Pressemitteilung, eine Moderation ... bis zur Bereitstellung von Hardware: Fahnen, Plakate, Bühnentechnik usw. So versuchen sie, sich unentbehrlich zu machen, um sich dann an die Spitze zu setzen und die Bewegung abzulenken: Vom Protest zum Gespräch beim Abgeordneten, in der Musik von Klaus dem Geiger zur Eia-Popeia-Band usw. usw.

Campact "managte" nach eigener Aussage schon die erste FFF-Demo mit Luisa Neubauer im Dezember 2018 in Berlin. Das zentrale Gremium von FFF ist die „Communication Task Force“. Sie ist Chef-admin der Bundes-Homepage, legte den Forderungskatalog von FFF fest (Pariser Abkommmen), leitet AGs und Telefonkonferenzen von örtlichen „Delegierten“. Aber diese CTF wurde nie von irgend jemandem gewählt, sondern von Campact eingesetzt; die Mitglieder sind anonym. Nur Eingeweihten sind lediglich ein Vorname und Kontaktmöglichkeiten bekannt. „Neue Mitglieder werden durch den Konsens der alten Mitglieder gewählt“ - heißt es in dem Strukturpapier von FFF. Die sich selber wählenden CTF-Mitglieder müssen natürlich auch niemandem Rechenschaft ablegen. Jeder Sportverein, jede Aktionseinheit ist um Welten demokratischer als diese selbst ernannten Häuptlinge! Seit Anfang des Jahres trat Campact etwas aus dem Schatten von FFF heraus: Auf dem Nordkongress von FFF Anfang Januar in Hamburg (ca. 300 teilnehmende FFF-Aktvisten) richtete Campact offiziell die Teilnehmer für zentrale Themen aus, z.B.: "Moderation eines Strategieplenums" und "Strategie für die klimapolitische Arbeit vor Ort" und weitere weichenstellende Fragen.

Die GRÜNEN und die SPD mischen mit

Am 21. Februar 2020 fand in Hamburg zwei Tage vor der dortigen Bürgerschaftswahl eine Demonstration statt. Es redeten außer Greta Thunberg Luisa Neubauer (Grüne), Robert Habeck (Grüne) und andere. Für diese Wahlwerbeveranstaltung wurde bundesweit mobilisiert; sie wurde von Campact organisiert.

FFF und Campact machen auch immer stärker Werbung für die SPD. Die Campact-FFF-Zentrale hatte schon im November 2019 in einem offenen Brief an den SPD-Vorstand – unautorisiert - geschrieben: „Nachdem die Union in den letzten Monaten jeden wirkungsvollen Vorschlag abgeschmettert hat, sehen wir in Ihnen nun die Instanz der Stunde, diese Abkehr vom 1,5-Grad-Ziel rückgängig zu machen.“ Jetzt legten sie nach: Campact schreibt am 26. Mai: "Umweltministerin Svenja Schulze und Finanzminister Olaf Scholz (beide SPD) widersetzen sich der Lobby noch. Sie brauchen jetzt unsere Unterstützung. Dafür muss etwas Großes her: eine Demo der besonderen Art. Zusammen mit den Schüler*innen von Fridays For Future haben wir einen Plan. Als Menschenkette ...“. Unterschrieben von Christoph Bautz, Campact-Vorstand, ATTAC-Gründer.

Neues Wirtschaftswunder

Über 28.000 Menschen beteiligten sich im März 2020 an einem von der Bundesregierung bzw. vom Kanzleramtsminister initiierten "Hackathon".¹) Viele von ihnen gründeten anschließend das „Bündnis neues Wirtschaftswunder“, in dem sich alle die Kapitalisten zusammengeschlossen haben, die Milliarden Zuschüsse von der Bundesregierung abkassieren wollen, und zwar bevorzugt, weil sie unter grüner Flagge fahren. Mit in diesem Wunder-Boot sitzen nicht nur Campact, sonder auch „Parents for Future“ und über sie FFF selbst. Es ist schon der Gipfel von Arroganz, Verhöhnung der Demokratie und brutalen Machtstrebens, wenn ausgerechnet dieser anonyme Clan seit Januar 2019 mit dem grundgesetzwidrigen „Fahnenverbot“ Revolutionäre aus MLPD und REBELL zu bekämpfen und von der Jugend fern zu halten versucht.

Change for Future

Change for Future, die Antikapitalistische Plattform in Fridays for Future, rief dagegen am Aktionstag am 19. Juni 2020 auf: „Die Klimakrise kennt keinen Lockdown! FFF muss wieder auf die Straße! Klimakrise und Wirtschaftskrise haben ihre Ursache im Kapitalismus. Gemeinsam gegen Klimazerstörung und Arbeitsplatzvernichtung!