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Seit Anfang des Jahres ist Matthias Berninger als neuer Cheflobbyist beim Chemie-Konzern Bayer tätig. Er leitet die Abteilung "Public and Governmental Affairs". Dienstsitz ist Washington. Mit 23 Jahren zog Berninger als damals jüngster Abgeordneter aller Zeiten für die Grünen in den Bundestag ein, wo er 13 Jahre blieb. 2001 wurde er Staatssekretär unter der Bayer- und Glyphosat-Kritikerin Renate Künast im Ministerium für Verbraucherschutz und Landwirtschaft. Mit dem Ende der SPD/Grünen-Regierung Ende 2005 verzichtete er auf sein Mandat. Passend zu „Verbraucherschutz und Landwirtschaft“ war Berninger dann 10 Jahre lang für Mars Incorporated in den USA tätig, um als "Director Corporate Health and Nutrition" den Ruf des Unternehmens für Schokoriegel, Lebensmittel, Getränke und Pflanzenpflegeprodukte in Europa zu verbessern.

In den USA liegen seit dem 22. Dezember Teile der Regierungsgeschäfte auf Eis, weil über sie eine Haushaltssperre verhängt wurde.

Vom sogenannten „Government Shutdown“ betroffen sind etwa ein Drittel aller im öffentlichen Dienst Angestellten. 380.000 Beschäftigte wurden in eine unbefristete "Zwangspause" ohne Bezahlung geschickt, weitere 400.000 sollen vorerst unbezahlt zur Arbeit erscheinen. Der Rest der 2,3 Millionen Beschäftigten muss auf seinen Lohn warten. Viele Ämter und Nationalparks bleiben geschlossen. Die Folge: Parks vermüllen, auf den Straßen häufen sich überquellende Mülleimer, Museen und Zoos bleiben geschlossen. Wegen gekürzter Bildungsausgaben müssen außerdem Tausende von Lehrern mit ihrer Entlassung rechnen. Staatliche Hilfen für Langzeitarbeitslose sollen gekürzt werden. Und das in dem Land, in dem Präsident Donald Trump behauptet, er habe "America first" bereits erfolgreich durchzusetzen begonnen, und sich als Supermacht feiert. Für die Ärmsten der Armen ist offenbar kein Geld da. Und die Masse der Bevölkerung muss das Chaos ausbaden.