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Am 11. Juni wurde das Urteil gegen W., einen Aktivisten, der gegen die Abschiebung des afghanischen Flüchtlings Asef N. vor der Berufsschule in Nürnberg protestiert hatte, bekannt gegeben. Das war vor einem Jahr und es kam damals zu einem brutalen Polizeieinsatz, der bundesweit durch die Medien ging. Dem Angeklagten war Widerstand gegen die Staatsgewalt und versuchte Gefangenenbefreiung vorgeworfen worden. An den Prozesstagen wurden etliche Zeugen gehört, von der Polizei mit detailierten Schilderungen der angeblichen Gewalt von Schülern; von anderen Zeugen, Lehrern, Pfarrerinnen, oder Redakteurinnen, die die Tatsachen real schilderten. Es hatte sich damals um einen ruhigen Protest gehandelt, bis die SEK-Polizisten eingriffen. Es gab Verletzte und eingeschüchterte Schüler. 

Während sich die EU und Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihren neuesten ultrareaktionären Abkommen brüsten, sind am 29. Juni bei einem furchtbaren Schiffsunglück vor Libyen mindestens 100 Menschen ertrunken. Lediglich 16 sind nach dem Kentern des Bootes gerettet worden. Eine spanische Hilfsorganisation erhebt Vorwürfe gegen die Seenotrettung in Italien. Diese habe das Hilfsangebot eines Rettungsschiffes abgelehnt, das in der Nähe der Unglücksstelle unterwegs war, erklärte die Organisation "Open Arms".

Der Asylstreit dominierte zuletzt die politischen Medien. Dabei scheint dieser Streit in Deutschland viel weniger Menschen zu interessieren als gedacht, wie eine aktuelle Umfrage ergab. Die Menschen sorgen sich vielmehr um etwas ganz anderes. Aus den Umfrageergebnissen lässt sich viel Sorge um die Zukunft ableiten: Der Kampf gegen Altersarmut (79%) und das Herstellen gleicher Bildungschancen (76%) sind für die Menschen danach die wichtigsten politischen Themen für eine Wahlentscheidung. Eine Begrenzung der Zuwanderung, über die die bürgerliche Politik derzeit hauptsächlich diskutiert, wird dagegen als wesentlich weniger wichtig eingestuft (38%). Auf dem letzten Platz landete bei der Auswahl aus einer Liste von 20 Themen ein Aufstocken der Verteidigungsausgaben.