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Angesichts der Kriegsvorbereitungen des faschistischen türkischen Erdoğan-Regimes gegen die Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien (Rojava) hat die revolutionäre Weltorganisation ICOR eine aktuelle Resolution beschlossen „Sofortiger Stopp jeglicher imperialistischer Aggression gegen Rojava durch die Türkei und ihre reaktionären Partner“. Hier Auszüge:

Der faschistische türkische Staat mit der Erdoğan-Regierung an der Spitze kündigte am 12. Dezember 2018 eine weitere Militärinvasion gegen das Autonomiegebiet Nordsyrien an. Die Angriffe sind äußerst umfangreich, nämlich auf einer Länge von 500 Kilometern, geplant. Mittlerweile wurden Bombardements auf das Flüchtlingscamp Mexmur und das ezidische Siedlungsgebiet Sengal geflogen mit mehreren Toten und Verletzten. Einer der Hauptgründe ist das erklärte Ziel der Vernichtung des befreiten Gebietes von Rojava/ Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien, in dem verschiedene Ethnien unter einer Selbstverwaltung zusammenleben.

Die ICOR steht von Anfang an an der Seite des Befreiungskampfs des kurdischen Volkes. Und dies in Einheit von Wort und Tat wie beim Aufbau der „ICOR-Klinik“ in Kobanê und ihres ökologischen Ausbaus, bei zahllosen Demonstrationen und weltweit zuletzt beim Afrin-Solidaritätstag im März 2018. Sie folgt dem Prinzip: Kein Befreiungskampf darf allein und isoliert stehen! ...

Der demokratische Aufbau in Rojava/ Nordsyrien steht für den erfolgreichen Kampf gegen den IS, für Demokratie und Freiheit, für Frauenrechte, Umweltschutz, für die Respektierung aller Ethnien und Religionen. Er ist Ermutigung für die Freiheitskämpfer auf der ganzen Welt. Die internationale Solidarität steht umgekehrt im Zeichen der unverbrüchlichen Solidarität und der Einbeziehung des kurdischen Befreiungskampfes in den weltweiten Kampf gegen den Imperialismus. Die ICOR hat ihre praktische Solidarität mit der „ICOR-Klinik“ entwickelt. Soeben hat die 8. ICOR-Brigade ihre Arbeit abgeschlossen und eine starke Photovoltaikanlage auf der Geburtsklinik aufgebaut. Sie stärkt die Arbeit der Klinik mit der Kraft der Sonne – praktisch und als Symbol für die Energie der Rojava-Revolution ...

Der YPG-Sprecher Nuri Mahmud hat zu Anschuldigungen des türkischen Staates gegenüber den Volksverteidigungseinheiten (YPG) Stellung bezogen. Das berichtet die kurdische Nachrichtenagentur "ANF". Hier Auszüge:

Der Sprecher des türkischen Regimechefs Erdoğan, Ibrahim Kalın, hat dem Sicherheitsberater des US-amerikanischen Präsidenten, John Bolton, zwei Dossiers über „Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen“ der YPG überreicht. Er bezeichnete es als „PKK-Propaganda“, dass ein türkischer Einmarsch in Nordsyrien der kurdischen Bevölkerung der Region schaden könne. Der YPG-Sprecher Nuri Mahmud erklärte dazu, die Anschuldigungen Kalıns entbehrten jeder Grundlage und dienten lediglich dazu, den türkischen Besatzungsplan für die Region zu legitimieren. Der Sprecher der YPG gab zu den Anschuldigungen des türkischen Regimes folgende Erklärung ab: „Wie bekannt ist, hat am 8. Januar eine US-Delegation, geleitet vom nationalen Sicherheitsberater John Bolton, Ankara besucht und sich dort mit ihren Amtskollegen getroffen. Als Sprecher des türkischen Präsidenten hat Ibrahim Kalın nach dem Treffen ein weiteres Mal Anschuldigungen und Behauptungen über unsere Kräfte verbreitet, die jeder Grundlage entbehren. Diese Beschuldigungen zielen auf die Umsetzung des Besatzungsplans für Nordsyrien ab. Der Plan bedroht alle Völker Syriens ...

Seit Jahren haben die YPG und die Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) für einen hohen Preis entschlossen gegen den Terror des IS gekämpft und den Weg für eine freie, demokratische und friedliche Ordnung geebnet. Unsere Kräfte haben im Namen der gesamten Menschheit gegen eine internationale Terrorbande Widerstand geleistet und führen diesen Kampf heute immer noch fort. Tausende unserer Kämpfer*innen kurdischer, arabischer, christlicher, sunnitischer, schiitischer oder ezidischer Identität ... sind dabei gefallen.

 

Wie die kurdische Agentur ANF meldet, wappnet sich die Bevölkerung der nordsyrischen Stadt Kobanê gegen die Drohungen der Türkei gegenüber der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien. Die Autonomieverwaltung hat Ausbildungsprogramme erstellt, damit neue Mitglieder der Gesellschaftlichen Verteidigungskräfte (Hêzên Parastina Civakî, HPC) - Frauen und Männer, viele davon schon etwas älter - den Umgang an der Waffe lernen. Nach dem IS-Massaker von Kobanê am 25. Juni 2015 wurde in Rojava ein neues System der Selbstverteidigung eingeführt, auf dessen Grundlage die Gesellschaftlichen Verteidigungskräfte entstanden. Die HPC organisieren sich in Räten und Kommunen. Mit den erneuten Invasionsdrohungen des türkischen Staates in Nord- und Ostsyrien arbeiten die HPC in Kobanê nun daran, die gesamte Bevölkerung gegen mögliche Angriffe vorzubereiten.