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Seit Jahren kämpfen die Bewohner von Akçaova, Teksen und anderen Dörfern des Kreises Kandıra in der Schwarzmeerprovinz Kocaeli gegen ein Mega-Staudammprojekt in Sungurlu/Çorum, durch das die beiden Dörfer vollständig in einem Stausee von rund 317 Hektar Fläche untergegangen und 16 weitere Dörfer erheblich betroffen worden wären.

Das Ministerium für Umwelt und Städteplanung ÇED hatte gestützt auf ein Gutachten für das Projekt grünes Licht gegeben, stieß damit aber sofort auf erbitterten Widerstand der Bauern. Der Versuch des Ministeriums im Juli 2015, mit einer Versammlung der Betroffenen die Wogen zu glätten, scheiterte am Widerstand der Landbewohner – die Versammlung konnte trotz Einsatzes der Gendarmerie nicht stattfinden. Nun hat das Istanbuler Verwaltungsgericht 11 das Gutachten für rechtswidrig erklärt, und das Staudammprojekt liegt erst einmal auf Eis. Das Gutachten habe für die Erstellung erforderliche Forschungen und Untersuchungen nur in ungenügendem Umfang durchgeführt.

Bei der durch die Erkundungen gewonnenen Informationen und Funde sowie die Prozessunterlagen vorgenommenen Bewertung des Projekts wäre man gar nicht in der Lage gewesen, die für die Umwelt zu erwartenden Auswirkungen in vollem Umfang darzulegen, heißt es in dem Gerichtsentscheid. Die Bauern feierten ihren Sieg gebührend.