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Kategorie: Antifaschismus
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Aufruf

Ca. 300.000 Gefangene kamen zwischen 1941-1945 in das Kriegsgefangenenlager Stukenbrock-Senne, Stalag 326. 65 000 Menschen, überwiegend sowjetische Kriegsgefangene, überlebten nicht. Statt das antifaschistische Gedenken daran zu unterstützen und zu fördern, wollen Bundes- und Landesregierung eine „Neukonzeption“ des Gedenkens zu einem „Mahnmal gegen alle Diktaturen in Europa“ von nationaler Bedeutung.

Dazu haben sie vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe eine „Machbarkeitsstudie“ anfertigen lassen und wollen sich ihre Geschichtsrevision bis zu 60 Mio. Euro kosten lassen. Im Kern geht es darum den antifaschistischen Charakter des Gedenkens und der Gedenkstätte zu relativieren und letztendlich zu revidieren, vor allem aber den Ort antikommunistisch umzudeuten. Jede Mitarbeit an diesem Vorhaben halten wir für den falschen Weg.

Die Gefangenen in Stukenbrock waren vor allem Soldaten der Roten Armee, die darum kämpften ihre sozialistische Heimat zu verteidigen und diese von den deutschen Aggressoren zu befreien. Sie setzten ihr Leben ein für die Befreiung ihres Landes und auch für die Befreiung Deutschlands vom Faschismus. Mahnmal und Friedhof stehen für dieses Gedenken und für diesen Auftrag.

Wir protestieren entschieden gegen jeden Versuch dieses antifaschistische Vermächtnis umzudeuten und fordern

Wir rufen alle demokratischen und antifaschistischen Menschen dazu auf diese Forderungen zu unterstützen!

Erstunterzeichner/innen:

Gerd Detering, Horn-Bad Meinberg – Kerstin Schwarz, Peter Konopka, Bielefeld - Herford - Rudolf Schaer, StD i.R. & Dipl.Päd, Minden – Wolfgang Wöhrmann, Herford, MLPD – Andreas Wölffing, Bad Salzuflen, Umweltgewerkschaft – Christine Ulrich, Bielefeld, ver.di - Uwe Zickel, Herford - Reinhard Schultka, Bielefeld – Carmen Jarkusch, Bielefeld, Inter-Bündnis

Aufruf als pdf-Datei