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Kategorie: Internationalismus
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palaestina

Die Netanjahu-Regierung versucht, mit rassistischen Säuberungen palästinensische Familien aus Ostjerusalem zu vertreiben und löste damit völlig berechtigte Proteste aus. Sie schrieb vor wenigen Jahren mit dem Nationalitätengesetz in die Verfassung, dass alle Nicht-Juden in Israel nur Menschen zweiter Klasse seien. Jeder, der aus dem Kampf gegen den Hitler-Faschismus gelernt hat, sollte m.E. den Protest gegen die Politik der Netanjahu-Regierung unterstützen.

In vielen Städten der Welt gingen und gehen Tausende in der Solidarität mit dem palästinensischen Volk auf die Straße. Ausfälle, die dabei vorkamen, mit antisemitischen Parolen und Drohgebärden gegen Synagogen, sind völlig unakzeptabel. Die Politik der Hamas, mit Raketen auf die israelische Zivilbevölkerung zu schießen, muss entschieden abgelehnt werden. Meine Solidarität gilt auch den jüdischen Mitbürger/innen; ich verurteile grundsätzlich jede Art des Antisemitismus als rassistisch.

Die aggressive Politik der jetzigen Regierung in Israel zur Unterdrückung der Palästinenser lehne ich aber entschieden ab! Die israelische Regierung verstößt seit Jahrzehnten gegen zahlreiche UN-Resolutionen. Faschistische Israelis liefen jüngst durch Jerusalem und skandierten „Tod allen Arabern". Die israelische Regierungspolitik der imperialistischen Besatzung trifft auf den breiten Widerstand, nicht nur in Gaza, sondern weltweit und auch in Israel selber. Es ist notwendig, dass alle demokratischen Kräfte auf Seiten dieses Protestes stehen. Ich weigere mich der völlig einseitigen Stimmungsmache von Bundesregierung bis AfD, von Antideutschen bis Bildzeitung, unterzuordnen. Für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel!

G. Detering, Mai 2021