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Kategorie: Internationalismus
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freiheit kudistan

Von großer Ausstrahlung war die vom Internationalistischen Bündnis Aschaffenburg, verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen durchgeführte Demonstration und Kundgebung „Gerechtigkeit für die Palästinenser - Solidarität mit ihren Befreiungskampf! Nein zum Antisemitismus!“ Dieses Motto wurde auch auf einem Transparent an der Spitze des Zuges getragen. Mit ca. 100 vor allem jungen Menschen waren unsere Demo und Kundgebung ein großer Erfolg.

Mit Sprechchören auf deutsch und arabisch „Freiheit für Palästina“ und „Hoch die internationale Solidarität“ zog die Demonstration durch die Straßen. Auf der abschließenden Kundgebung äußerte ein arabischer Redner in seiner auf arabisch und deutsch gehaltenen Rede unmissverständlich: „Wir sind keine Verfechter des Judenhasses, aber wir sind Antifaschisten, Gegner der Vertreibung und des Krieges. Die israelische Besatzung der palästinensichen Gebiete und die immer weitere Vertreibung der Palästinenser ist das Hauptursache der Probleme.“

Als einzige deutsche Partei nahmen Mitglieder und Freunde der MLPD teil. Der Vertreter der MLPD erklärte in seiner Rede, dass die israelische Regierung bewusst die Politik der illegalen Besetzung Palästinas und der gewaltsamen Unterdrückung des palästinensischen Volkes mit weiteren Aktionen der Vertreibung in Ostjerusalem verschärft hat.

Er griff dabei auch die heuchlerische Position der deutschen Regierung an: „Die deutsche Regierung missbraucht unseren tiefen Abscheu über den Holocaust der deutschen Faschisten unter Hitler. Die Keule des Antisemitismus-Vorwurfs gegen die Solidarität mit dem palästinensichen Befreiungskampf wird ganz bewusst und gezielt eingesetzt, um jede Kritik an dem brutalen, gewaltsamen Vorgehen der israelischen Regierung zu unterdrücken“. Der Redner lehnte zugleich aber auch den wahllosen Raketenbeschuss auf die israelische Zivilbevölkerung durch die Hamas und den Dschihad ab. Auch ein Vertreter des Jugendverbandes REBELL überbrachte solidarische Grüße und griff die Großmachtpolitik der israelischen Regierung an.

Gegen unsere Demonstration hatte zuvor eine sogenannte Initiative „Gegen jeden Antisemitismus“ zu einer Gegenkundgebung aufgerufen, das infame Lügen über das Internationalistische Bündnis über Internet und Presse verbreitete. So behaupteten sie, wir würden das Existenzrecht Israels leugnen und mit Selbstmordattentätern sympathisieren. Dabei machten wir eindeutig klar, dass wir für eine vorübergehende Zwei-Staaten-Lösung eintreten, und zitierten den Vorsitzenden des „Demokratischen Komitees Palästinas“, das im Internationalistischen Bündnis als einzige palästinensische Organisation mitarbeitet: „Unser strategisches Ziel ist ein demokratisches, ein sozialistisches Palästina, in dem alle Menschen dieser Region, egal welcher Hautfarbe oder Religion, gleichberechtigt zusammenleben.“

Bericht 24.05.2021