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Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) welche dem Innenministerium untersteht, inzeniert eine aufwändige Social-Media-Kampagne, um über die Absurdität von Verschwörungstheorien zu informieren. Dabei bleibt unklar wie der Begriff Verschwörungstheorie von der bpb überhaupt definiert wird, insbesondere in Abgrenzung von der legitimen Äußerung von politisch abweichenden Ansichten und Zweifeln an etablierten Sichtweisen.

In der Kampagne der bpb werden Themen wie 9/11, Chemtrails, Antisemitismus, Reptiloide, "Flache Erde", "Lügenpresse" und "Islamisierung" sehr bunt und aufmerksamkeitsheischend miteinander verrührt. Gesellschaftlich relevante Debatten, wie zum Misstrauen gegenüber den Leitmedien oder zu den Zweifeln an der amtlichen Darstellung des "War on Terror", werden somit weitgehend beliebig mit geisteskranken Wahnideen von Splittergruppen vermengt - eine in den Medien seit Jahren beliebte Methode im Umgang mit den sogenannten "Verschwörungstheorien". Dass nun ein Kind des sog. Verfassungsschutzes, eine Bundesbehörde mit amtlichem Bildungsauftrag in solch trübem Fahrwasser schwimmt, erscheint als neue Stufe der organisierten Verwirrung beziehungsweise Desinformation.